Hinweis: Dieses Bild zeigt keine realen Personen. Es wurde vollständig mit KI generiert.
Unten spielt sich jeden Tag das Gleiche ab
Ich sitze wieder im Buch & Bohne. Kaffee. Wichtig. Wenn ich hier sitze, wird es meistens ein Artikel, der irgendwas mit Pforzheim zu tun hat. Ich sitze auf meinem Lieblingsplatz, schaue runter in die Fußgängerzone. Weiter hinten sehe ich wie ersten Buden für den Weihnachtsmarkt schon stehen.
In meinen Ohren läuft Phil Collins , „Another Day in Paradise“. Und wie passend oder nicht dieser Titel ist, muss ich gar nicht groß erklären. Und während ich guten Kaffee trinke und gute Musik höre, spielt sich unten wieder mal das gleiche Spiel ab wie jeden einzelnen Tag: Bettelbanden, die Passanten nerven.
Wenn man hier oben sitzt, sieht man viel. Man sieht Muster. Man sieht Abläufe. Und man sieht vor allem, wie sich jeden Tag das gleiche Bild wiederholt. Und genau deshalb sitze ich jetzt hier und schreibe darüber.
Wie diese Banden wirklich arbeiten
Was mich an diesen Bettelbanden nervt, ist eine ganze Menge. Ich weiß gar nicht, wo man anfangen soll. Vielleicht bei den Dingen, die sofort ins Auge fallen: Menschen, die Behinderungen vorspielen, die sie gar nicht haben. Das ist für mich respektlos. Nicht nur gegenüber Menschen mit echten Behinderungen, sondern auch gegenüber allen, die helfen wollen.
Dann dieses aktive Betteln. Nicht still sitzen, nicht dezent fragen, sondern direkt auf Menschen zugehen, sie ansprechen, ihnen hinterherlaufen. Und wenn man Nein sagt, wird man teilweise verächtlich angeschaut oder sogar angepflaumt. Nicht alle verhalten sich so. Aber die, die es tun, reichen schon aus, um jeden Tag ein unangenehmes Bild zu erzeugen.
Was mich aber am meisten aufregt, ist die Art, wie dieses System funktioniert. Diese Leute werden morgens irgendwo abgesetzt und abends wieder eingesammelt. Die werden herumgefahren wie Arbeitskräfte. Das ist kein Betteln aus eigener Not, das ist ein Geschäftsmodell. Die Menschen, die betteln, bekommen am Ende kaum etwas. Das Geld geht an die, die im Auto sitzen und sie herumkutschieren.
Ich habe es oft erlebt:
Ich sehe jemanden in Pforzheim, am nächsten Tag in Mannheim und am Wochenende in Heidelberg. Immer die gleiche Masche und die gleiche Person. Ich habe einen in Heidelberg sogar direkt angesprochen: „Dich kenne ich doch aus Pforzheim. Bist du umgezogen?“
Er schaut mich irritiert an, winkt ab und sagt „Nein, nein… Zwillingsbruder.“ Ah er versteht besser als er zugibt…
Klar. In drei Städten gleichzeitig unterwegs, mit DREI Zwillingsbrüdern, alle mit der gleichen Pappe, der gleichen Kleidung und der gleichen Körpersprache. Es gibt ja ein Buch von Ken Follet. Der Dritte Zwilling. Vielleicht hat er das ja gelesen.
Und wenn ich dann sehe, wie Menschen diesen Leuten Geld geben, frage ich mich wirklich, ob sie es nicht merken oder nicht merken wollen.
Hilfe ist wichtig – aber sie muss ankommen
Ich bin nicht gegen Hilfe. Im Gegenteil. Ich helfe gerne. Aber ich helfe anders. Ich gebe kein Geld, aber ich biete Essen und Trinken an. Ich habe es schon oft getan. Ich hatte selbst mal eine Phase, da hatte ich noch 20 Euro im Geldbeutel und auf dem Konto war nichts mehr. Und mit diesen 20 Euro bin ich für einen Obdachlosen einkaufen gegangen. Manche mögen jetzt sagen ich war blöd. Ist mir egal.
Am gleichen Tag hat mir eine Freundin meine Miete bezahlt und mir Geld gegeben, ohne überhaupt zu wissen, wann sie es wieder bekommt. Ich glaube daran, dass alles zurückkommt. Gute Dinge genauso wie schlechte. Und wer einmal echte Hilfe bekommen hat, weiß, wie wichtig es ist, selbst zu helfen.
Aber helfen heißt nicht, blind Geld geben.
Geld ist bei Obdachlosen oft nicht das Richtige. Manchmal fließt es in Alkohol. Manchmal wird es in Drogen investiert. Manchmal in beides. Und in diesem organisierten Bettelsystem fließt es überhaupt nicht zu den Menschen, die dort betteln.
Darum sage ich:
Man darf dieses System nicht unterstützen. Punkt.
Wenn jemand wirklich Hilfe braucht, nimmt er Essen an. Oder etwas zu trinken. Oder eine Jacke. Oder Schuhe. Oder einen Pullover. Das sind echte Hilfen. Und echte Hilfen wollen Menschen, die wirklich Hunger haben oder frieren.
Ich habe mehreren Menschen Essen angeboten. Manche haben es dankbar angenommen. Andere haben es abgelehnt, weil es ihnen gar nicht ums Essen ging. Ich habe einer Frau gesagt, dass ich ihr bei einer Bewerbung helfen kann. Ich arbeite für einen großen Verband der katholischen Kirche. Wir suchen immer wieder Leute für die Hauswirtschaft. Sie hätte eine Chance gehabt. Aber sie wollte nicht. Stattdessen zeigt sie mir ein Foto eines Kindes und sagte, dem Kind könne ich „helfen“, wenn ich Geld gebe.
Spätestens da weißt du genau, wie das läuft.
Viele wollen helfen – aber viele wissen nicht wie
Ich weiß, dass die meisten Menschen aus einem guten Gefühl heraus Geld geben. Sie wollen helfen, sie wollen nicht herzlos wirken, sie wollen etwas Gutes tun. Aber sie wissen eben nicht, dass ihr Geld meistens nicht dort ankommt, wo sie denken.
Aktives Betteln ist in Deutschland verboten.
Aber das ist nicht der Grund, warum ich sage: „Gib denen kein Geld.“
Ich sage das, weil die Menschen, die dort sitzen, gar nichts davon haben.
Sie werden ausgebeutet.
Sie werden herumgefahren. Von einer Stadt in die andere.
Sie werden benutzt.
Und wer ihnen Geld gibt, unterstützt die, die im Hintergrund daran verdienen. Das ist die bittere Wahrheit.
Viele wissen das nicht. Manche ahnen es. Manche wollen es nicht wissen, weil es dann unbequem wird. Aber es ist die Realität. Und ich sehe sie jeden Tag. Im Buch & Bohne durchs Fenster. Und wenn ich durch Pforzheim laufe, sehe ich es genauso.
Darum schreibe ich diesen Artikel. Damit es vielleicht ein paar Menschen mehr verstehen.
Ein Problem vieler Städte – nicht nur Pforzheim
Das hier ist kein Pforzheim-Problem. Ich habe es in Mannheim und Heidelberg genauso erlebt. Ich lebte ein paar Jahre in Berlin. Gleiche Masche, gleiche Leute, gleiche Abläufe. Es ist ein Großstadt-Phänomen, das nicht aufhört, nur weil man wegschaut. Und Geld gibt damit man seine Ruhe hat.
Und ja, es wird dagegen vorgegangen.
Ich erinnere mich an eine Szene im Sommer auf dem Leo in Pforzheim. Ich saß auf den Treppen, neben mir ein Touristenpaar. Ein Bettler kam, sprach mich an. Ich sagte Nein. Er schaute verächtlich. Dann ging er zu dem Paar – und die zückten Polizeiausweise. Sie nahmen ihn direkt mit. Ich sitze da, bin erschrocken und auch verblüfft.
Das zeigt:
Es gibt Kontrolle.
Es gibt Regeln.
Es gibt Konsequenzen.
Aber es zeigt auch:
Viele Menschen wissen nicht, was wirklich passiert.
Viele sehen das System nicht.
Viele verstehen nicht, dass sie die Falschen unterstützen.
Das Ding is
Es ist wichtig hinzuschauen. Viele wollen helfen, aber wissen nicht, wie sie sinnvoll helfen können. Das führt dazu, dass ausgerechnet die ausgenutzt werden, die wirklich hungrig sind oder frieren. Und die, die hinter diesem System stehen, profitieren von jeder gut gemeinten Münze.
Helfen ist wichtig. Aber helfen muss bei den richtigen Menschen ankommen.
Darum: Schaut hin. Denkt nach. Unterstützt nicht blind.
Helft denen, die wirklich Hilfe brauchen – mit Essen, mit Trinken, mit Kleidung, mit Respekt.
Nicht mit Geld, das bei anderen landet.
Herzlichst, Mike
auf den Punkt gebracht 👍👏🤗
Ich danke Dir