AfD und Linke – die hässlichsten Zwillinge der Politik
In diesem Artikel verwende ich hier und da ein paar, sagen wir, unschöne Worte. Warum? Irgendwie passt es zu diesem Thema…
Es gibt Tage, da frage ich mich, ob das Land noch diskutieren kann oder ob wir einfach kollektiv auf Dauersendung „Beleidigt 24/7“ geschaltet haben.
Links schreit, rechts schreit, die Mitte nickt hilflos – und alle fühlen sich moralisch im Recht.
Wenn man beiden Extremen zuhört, könnte man glauben, sie wären Feinde fürs Leben. In Wahrheit sind sie sich ähnlicher, als ihnen lieb ist.
Zwei Parteien, die vom selben Stoff leben: Empörung, Selbstgerechtigkeit und dem unbändigen Drang, immer Recht zu haben – koste es, was es wolle.
Zwei Seiten derselben Wut
Die normalen Linken und Rechten sind völlig legitim. Ohne verschiedene Richtungen gibt’s keine Demokratie.
Aber wenn’s extrem wird, wird’s gefährlich.
Und genau da sitzen sie, unsere Hass-Zwillinge: AfD und Die Linke.
Beide brüllen sich gegenseitig an, zeigen mit dem Finger aufeinander und sind überzeugt, sie retten das Land, während sie’s eigentlich nur weiter spalten.
Anstatt zu diskutieren, rufen sie sich gegenseitig „Nazi“ oder „Kommunist“ hinterher – und halten das für politisches Engagement.
Das Ergebnis? Kein Dialog, keine Lösung, nur noch Lagerdenken.
Was mich daran am meisten ankotzt: Beide werfen der jeweils anderen Partei vor, die Demokratie abschaffen zu wollen.
Und das tun sie mit so viel moralischem Furor, dass sie gar nicht merken, wie sehr sie selbst genau das tun, was sie kritisieren – nämlich die Demokratie mit Füßen treten.
Denn wer nicht mehr zuhört, sondern nur noch schreit, hat das Prinzip Demokratie nicht verstanden.
Der Hass fängt im Kleinen an
Man sieht’s jeden Tag. Vor allem auf Social Media.
Da, wo jeder Depp denkt, er müsse seinen Senf in die Welt kotzen.
Die Linken dort halten sich für die einzig Guten, die moralische Elite des Landes. Sie erklären allen anderen, wie man zu denken hat – wer nicht folgt, ist automatisch dumm, herzlos oder rechts.
Und die Rechten?
Die spielen die Opfer.
„Wir dürfen ja gar nichts mehr sagen!“, brüllen sie, während sie gleichzeitig jeden Tag genau das tun: alles sagen.
Mit Fakten haben’s beide nicht so. Dafür mit Lautstärke.
Und wenn du, wie ich, mal versuchst, neutral zu bleiben, dann bist du für die Linken schon rechts und für die Rechten schon links.
Du bist also automatisch der Arsch für beide Seiten.
Aber weißt du was?
Genau das ist der Beweis, dass man’s richtig macht.
Ich krieg regelmäßig Prügel von beiden Lagern – und das ist völlig okay.
Weil am Ende sind es genau diese Provokationen, die die Leute zum Reden bringen.
Auch wenn’s manchmal wehtut, es ist besser als dieses ewige Schwarz-Weiß-Geschrei.
Dieselbe Show, andere Farbe
AfD und Linke unterscheiden sich weniger, als sie glauben.
Beide führen eine Show auf. Eine politische Dauerperformance.
Es geht nicht um das Land – es geht um die eigene Bühne.
Erst die Partei, dann Deutschland.
In Talkshows, auf Bühnen, in Wahlkämpfen: alles Theater.
Laut, aufgeregt, beleidigt – egal, Hauptsache Aufmerksamkeit.
Ich find’s fast schon genial, wie geschickt beide ihren Mist verpacken.
Die AfD verkauft Steuererleichterungen für Reiche als „Hilfe für den kleinen Mann“.
Die Linke will Sozialwunder verteilen, ohne zu sagen, wer den Scheiß bezahlen soll.
Beide machen Politik wie Teleshopping: „Jetzt zuschlagen, es kostet Sie nichts!“
Und das Volk? Kauft’s. Immer wieder.
Volk, Elite – und der ganz große Selbstbetrug
Das Wort „Volk“ wird in Deutschland inzwischen missbraucht wie ein alter Werbeslogan.
Für die AfD ist das „Volk“ der brave, deutsche Malocher, der sich angeblich von Ausländern und Gendersternchen bedroht fühlt.
Für die Linke ist das „Volk“ das arme, ausgebeutete Proletariat, das vom Kapitalismus gefickt wird.
Beide tun so, als würden sie das wahre, ehrliche Deutschland vertreten – in Wahrheit verkaufen sie nur ihre eigene Ideologie.
Und die „Eliten“?
Für die AfD sind das die Altparteien, die EU, die Medien, jeder, der Latte Macchiato trinkt und nicht „Heimat“ sagt.
Für die Linke sind’s Banken, Konzerne und Lobbyarschlöcher, die Politik kaufen wie Gebrauchtwagen.
Am Ende meinen sie beide dasselbe: alle, die erfolgreicher sind als sie selbst.
Wähler zwischen Wut und Wunschdenken
Die AfD fischt bei den Frustrierten: kleine Leute, Mindestlöhner, Ostdeutsche, die seit Jahrzehnten auf den großen Aufschwung warten.
Leute, die sich verarscht fühlen – und das zu Recht. Nur: Sie lassen sich vom falschen Rattenfänger einlullen.
Die AfD redet vom kleinen Mann, macht aber Politik für große Brieftaschen.
Ihre Steuerpläne helfen nicht dem Arbeiter, sondern dem, der einen Steuerberater hat.
Die Linke dagegen spricht lieber zu Menschen, die’s sich leisten können, idealistisch zu sein.
Viele ihrer Wähler sitzen warm, haben Uniabschluss und finden den Klassenkampf romantisch – solange er theoretisch bleibt.
Sie träumen vom besseren System, aber rechnen nicht durch, was es kostet.
Das ist der Unterschied:
Die AfD lügt mit Absicht.
Die Linke lügt aus Naivität.
Die gleiche Fresse in anderer Farbe
In der Rhetorik sind sie identisch.
Die AfD brüllt über „Überfremdung“, „Lügenpresse“, „Altparteien“.
Die Linke schreit „NATO-Mörder“, „neoliberale Bastarde“ und „Systemversagen“.
Gleiche Technik: Feindbild aufbauen, Stimmung machen, denken einstellen.
Wer widerspricht, ist Teil des Problems.
Und wenn einer von beiden mal richtig Scheiße baut, gibt’s sofort die Opfernummer.
Die AfD: „Wir dürfen ja gar nichts mehr sagen.“
Die Linke: „Wir werden mundtot gemacht!“
Beide jammern, beide beleidigen, beide genießen’s, verfolgt zu werden.
Denn wer Opfer ist, kann nicht Täter sein – praktisch, oder?
Bundestagstheater mit Dauer-Nein
Das Schauspiel geht im Bundestag weiter.
Wenn’s um Waffen für die Ukraine geht – beide Nein.
Wenn’s um Freihandelsabkommen geht – beide Nein.
Wenn’s um Auslandseinsätze geht – beide Nein.
Nicht weil sie dieselben Werte hätten, sondern weil sie denselben Reflex haben: Hauptsache dagegen.
Die Linke aus Pazifismus, die AfD aus Egoismus.
Am Ende dasselbe Ergebnis: Blockade, Show, Applaus aus den eigenen Echokammern.
Das Ding is
Ich sag’s, wie’s ist: Beide, AfD wie Linke, ficken den politischen Diskurs in diesem Land.
Die einen mit nationaler Überheblichkeit, die anderen mit moralischer Arroganz.
Und während sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen, bleibt das eigentliche Problem ungelöst: keiner hört mehr zu.
Demokratie ist kein Boxkampf.
Man muss Meinungen aushalten, man muss sie ertragen, man muss reden – gerade mit denen, die einem auf den Sack gehen.
Aber das passiert nicht mehr.
Der Umgang wird rauer, der Ton aggressiver, und irgendwann hauen sich die Leute wirklich aufs Maul.
Das Ding is:
Kein Land der Welt ist besser geworden, weil sich alle gegenseitig gehasst haben.
Fortschritt passiert, wenn Menschen zusammenhalten, nicht wenn sie sich gegenseitig ausgrenzen.
Ich wünsche mir, dass die Leute endlich mal wach werden, die Augen aufmachen und begreifen, dass Hass kein Argument ist.
Und wer das nicht kapiert, der soll wenigstens die Fresse halten, wenn andere versuchen, vernünftig zu reden.
Herzlichst, Mike
Diskutier unten mit:
Was siehst du als die gefährlichste Gemeinsamkeit von AfD und Linke – und glaubst du, dass man diesen Hass irgendwann wieder eingefangen kriegt?
Weiterführend:
- Parteiprogramm der AfD (afd.de)
- Grundsatzprogramm der Partei Die Linke (die-linke.de)
- Vergleich der Bundestagsabstimmungen – Abgeordnetenwatch.de
- Populismus in Deutschland – Studie der Hanns-Seidel-Stiftung (hss.de)